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Buchhaltung & Abschluss

Die Buchhaltung entsteht aus den Belegen – nicht daneben.

Rechnung, Gutschrift, Einkauf, Spese und Zahlung erzeugen ihren Buchungssatz selbst. Sie filtern, stimmen ab und schliessen ab – erfassen müssen Sie nichts zweimal.

  • 12 Module in Betriebsfinanzen und Jahresabschluss
  • Soll = Haben erzwungen, Rappenrundung 0.05
  • camt.053 einlesen und Zahlungen zuordnen
  • OR 959a / 959b mit Vorjahresvergleich
Tafel VIIIHauptbuch & Buchungen. Jede Zeile trägt ihren Beleg, ihre Konten und ihre Quelle; Zeitraum- und Kontenfilter führen zum Kontoblatt. Angelegt, geändert oder gelöscht wird im Journal nichts von Hand.

Alle Tafeln auf dieser Seite sind stilisierte Nachbildungen der Oberfläche mit fiktiven Beispieldaten (Muster AG).

01Module

Zwölf Module – vom ersten Buchungssatz bis zum gesperrten Geschäftsjahr.

Zwei Menügruppen, dieselben Konten: Betriebsfinanzen führt den laufenden Betrieb, Jahresabschluss den Stichtag. Alle Module sind im Preis enthalten.

Betriebsfinanzen 7 Module

  • Hauptbuch & Buchungen

    Buchungen mit Belegbezug, Zeitraum- und Kontenfilter; je Konto ein Kontoblatt mit Soll, Haben und laufendem Saldo.

    Journal

  • Kontenübersicht

    Kontenplan mit Salden und Gliederung; jedes Konto trägt seine Zuordnung zur Bilanz nach OR 959a. Kontenrahmen KMU.

    Kontenrahmen KMU

  • Bank / CAMT

    camt.053-Bankauszüge einlesen und Zahlungen den offenen Posten zuordnen; die Zahlung erzeugt den Buchungssatz.

    camt.053

  • Liquidität

    Erwartete Zu- und Abflüsse aus offenen Posten und Verpflichtungen, nach Fristen gestaffelt.

  • MWST-Abrechnung

    Je Periode mit Umsatz-, Vorsteuer- und Abstimmzahlen. Nur abgeschlossene Perioden; die laufende bleibt gesperrt.

    Art. 128 MWSTV

  • Budget (Konten)

    Planwerte je Konto und Periode gegen die tatsächlichen Buchungen – Abweichung in Franken und Prozent.

    Soll / Ist

  • Treiber-Budget

    Planung in Geschäftsgrössen statt in fortgeschriebenen Konten: Menge × Preis je Treiber. Die Kontensicht wird daraus abgeleitet.

    Menge × Preis

Jahresabschluss 5 Module

  • Bilanz

    Aktiven und Passiven mit Gliederungsstufen und Vorjahresvergleich. Konten ohne Saldo bleiben ausgeblendet; das Ergebnis der Periode steht als eigene Zeile in den Passiven.

    OR 959a

  • Erfolgsrechnung

    Ertrag und Aufwand mit Vorjahresvergleich, Schnellwahl für das ganze Jahr und die vier Quartale.

    OR 959b

  • Abgrenzungen

    Zeitliche Abgrenzungen mit Umkehrbuchung und Fälligkeitsdatum, über das normale Journal ausgeglichen gebucht.

    Konto 1300 / 2300

  • Treuhänder-Export

    Prüffähiger Export für die Treuhand: Journal, Konten und Belege. Die Treuhänder-Rolle liest nur.

    nur lesend

  • Eröffnungsbilanz

    Geführter Dialog mit laufenden Summen; verbucht wird erst bei Differenz 0, als eine ausgeglichene Buchung über das Gegenkonto 9100 und nur im offenen Geschäftsjahr. Geschäftsjahre öffnen und schliessen mit Periodensperre und Protokoll.

    Konto 9100

02Einblicke

Zahlen, die zusammenpassen – und eine Abstimmung, die es zeigt.

Drei Ausschnitte: die Abrechnung, die sich gegen die Buchhaltung rechnet, der Bankabgleich aus dem camt.053-Auszug und die Bilanz zum Stichtag.

Tafel IXMWST-Abrechnung. Umsatz-, Vorsteuer- und Abstimmzahlen je Periode. Die Umsatzabstimmung führt den gebuchten Ertrag über benannte Positionen zum deklarierten Entgelt – der Rest muss null sein.

MWST-Abrechnung

Die Abrechnung rechnet sich gegen die Buchhaltung.

Die Buchhaltung bucht den Ertrag zum Rechnungsdatum, die Abrechnung bemisst nach vereinnahmtem Entgelt. Das sind zwei zulässige, aber verschiedene Zahlen – sie dürfen nicht stillschweigend nebeneinander stehen. Die Umsatzabstimmung führt den gebuchten Ertrag über benannte Positionen zum deklarierten Entgelt. Bleibt ein Rest, steht er in der Abrechnung und in der Abschluss-Prüfliste.

Perioden
nur abgeschlossene; für die laufende gibt es keine Abrechnung
Ziffern
Formularziffern 200 bis 500, bei einem Guthaben Ziffer 510
Vorsteuer
nur mit Beleg oder Ersatznachweis nach Art. 26 MWSTG
Testbestand
Testzeilen sind ausgeschlossen, die Zahl wird gemessen ausgewiesen

Bank / CAMT

Vom Auszug zum offenen Posten.

Sie lesen den camt.053-Auszug ein; die Suite ordnet zu, was eine Referenz trägt, und legt den Rest zur Hand vor. Die Zahlung selbst erzeugt den Buchungssatz. Was verbucht ist, bleibt es: Betrag, Datum und Zuordnung einer verbuchten Zahlung sind unveränderbar, Löschen ist gesperrt – Korrekturen laufen über den Storno-Weg.

Import
camt.053-Auszug, kein Zugriff auf Ihr E-Banking
Zuordnung
automatisch per Referenz, offene Posten manuell
Offen
der Restbetrag eines Belegs kommt aus einer einzigen Sicht
Liquidität
erwartete Zu- und Abflüsse aus offenen Posten und Verpflichtungen
Tafel VBank / CAMT. camt.053-Auszug einlesen, Zahlungen den offenen Posten zuordnen; die Zahlung erzeugt den Buchungssatz, verbuchte Zahlungen sind eingefroren.
Tafel VIIBilanz nach OR 959a. Gliederungsstufen und Vorjahresvergleich aus dem Kontenplan KMU. Abgeschlossene Geschäftsjahre sind gesperrt; der Treuhänder-Export liefert Journal, Konten und Belege prüffähig.

Jahresabschluss

Der Abschluss prüft, bevor er sperrt.

Vor dem Sperren eines Geschäftsjahres läuft eine Prüfliste. Offene Debitoren, offene Kreditoren, unabgestimmte Bankbewegungen und fehlende Archivvermerke sind Pflichtpunkte; MWST-Abstimmung, nicht fakturierte Leistungen und offene Entwürfe sind Hinweise. Solange ein Pflichtpunkt offen ist, bleibt der Abschluss gesperrt. Übersteuern lässt sich das nur mit einer Begründung – Prüfliste, Begründung und Ergebnis werden bei jedem Abschluss protokolliert.

Bilanz
OR 959a, Gliederungsstufen, Vorjahresvergleich
Erfolgsrechnung
OR 959b, Schnellwahl Jahr und Quartale
Abgrenzungen
transitorische Aktiven und Passiven kehren automatisch um
Eröffnung
geführter Dialog, Verbuchen erst bei Differenz 0, Gegenkonto 9100
Treuhand
Export mit Journal, Konten und Belegen; Rolle liest nur

03So ist es gebaut

Sechs Regeln, die im Belegfluss stecken – nicht in einer Checkliste.

Diese Regeln lassen sich nicht abschalten. Sie sind der Grund, weshalb manches nicht geht – und weshalb die Zahlen am Ende aufgehen.

Ins Journal führen nur geprüfte Wege

Buchungen und Buchungszeilen lassen sich nicht direkt anlegen, ändern oder löschen. Jeder Schreibvorgang läuft über einen geprüften Weg: manuelle Buchung, Storno, automatische Verbuchung aus Beleg, Zahlung, Einkauf oder Spese, Jahresabschluss.

Nur so lassen sich Soll = Haben, Periodensperre und Unlöschbarkeit an einer Stelle garantieren statt an jeder Eingabemaske einzeln. Lesen, Auswerten und Exportieren bleiben davon unberührt.

Soll = Haben, ohne Ausnahme

Rechnung, Gutschrift, Einkaufsrechnung, Spese und Zahlung erzeugen den Buchungssatz automatisch. Eine unausgeglichene Buchung entsteht nicht; Rappenbeträge laufen über das Rundungskonto 3809, Rundung 0.05.

Damit ist die doppelte Buchhaltung keine Disziplinfrage, sondern eine Eigenschaft des Systems.

Verbuchte Zahlungen sind eingefroren

Betrag, Datum und Zuordnung einer bereits verbuchten Zahlung sind unveränderbar, Löschen ist gesperrt. Korrekturen laufen über den Storno-Weg, der eine Gegenbuchung erzeugt.

Eine nachträglich veränderte Zahlung würde den Buchungssatz und den offenen Posten auseinanderlaufen lassen, ohne Spur.

Gesperrte Jahre bleiben gesperrt

Buchungen in gesperrten Geschäftsjahren werden abgewiesen. Öffnen und Schliessen erfolgt über eine eigene Funktion, die den Wechsel im Prüfprotokoll festhält – der Status eines Geschäftsjahres ist kein Feld, das man still umstellt.

Ist das Jahr eines Belegs abgeschlossen, entsteht sein Storno im aktuellen offenen Geschäftsjahr mit heutigem Datum, sonst im Originaljahr innerhalb dessen Grenzen. So bleibt der Abschluss unberührt und die Korrektur möglich (Europe/Zurich).

Eine Forderungsabschreibung, ein Buchungssatz

Die Abschreibung setzt den Beleg auf «abgeschrieben» und erfasst eine Ausbuchung mit Grund. Gebucht wird ausschliesslich über den Zahlungs-Trigger; der Grund bestimmt das Konto – Debitorenverlust 3805 beim Forderungsverlust, 3800 bei Skonto, Rundung oder Kulanz.

Vorher entstanden zwei Buchungssätze für denselben Sachverhalt. Ein Debitorenverlust ist zudem kein vereinnahmtes Entgelt und wird nicht als Umsatz deklariert.

Die Treuhand liest, sie schreibt nicht

Die Rolle «Treuhänder» hat reinen Lesezugriff und keinen Zugriff auf die KI-Seiten. Für die Prüfung liefert der Treuhänder-Export Journal, Konten und Belege.

Ihre Treuhand sieht damit alles, was sie braucht, ohne dass jemand ausserhalb Ihres Hauses etwas verändern kann.

04Fragen

Was Sie vor dem ersten Abschluss wissen wollen.

Kann ich eine falsche Buchung löschen?

Nein. Buchungen sind unlöschbar; die Korrektur ist der Storno, der eine Gegenbuchung erzeugt. Ist das Originaljahr bereits abgeschlossen, entsteht das Storno im aktuellen offenen Geschäftsjahr. Bei Belegen gilt dasselbe Muster: eine freigegebene Rechnung wird nicht gelöscht, sondern per Gutschrift storniert.

Wie kommen meine Eröffnungssalden in die Suite?

Über einen geführten Dialog mit laufenden Summen für Aktiven und Passiven. Verbucht wird erst, wenn die Differenz 0 beträgt – als eine ausgeglichene Buchung über das Gegenkonto 9100, und nur in einem offenen Geschäftsjahr. Eine Korrektur läuft über Storno und Neuerfassung.

Kehren Abgrenzungen automatisch um?

Transitorische Aktiven und Passiven ja: die Umkehrbuchung ist per 1. Januar des Folgejahres vorgemerkt und entsteht, sobald das Folgejahr offen ist – spiegelbildlich zur Erstbuchung. Rückstellungen bewusst nicht: sie werden nur aufgelöst, angepasst oder als verbraucht geführt, wenn der Grund tatsächlich wegfällt (Art. 960e OR).

Kann ich die MWST für das laufende Quartal abrechnen?

Nein. Die Abrechnung entsteht nur für abgeschlossene Perioden. Gerechnet wird nach der effektiven Methode; eine andere hinterlegte Methode führt beim Erstellen zu einer klaren Fehlermeldung statt zu einer stillen Falschrechnung.

Was sieht meine Treuhand – und was nicht?

Die Treuhänder-Rolle liest den Mandanten, ohne etwas ändern zu können, und hat keinen Zugriff auf die KI-Seiten. Für die Prüfung gibt es den Treuhänder-Export mit Journal, Konten und Belegen; das Archiv trägt zu jeder Belegversion eine SHA-256-Prüfsumme.

Ist der Kontenplan fest vorgegeben?

Er kommt als Vorlage nach dem Kontenrahmen KMU und wird unter Einstellungen geführt. Welches Konto eine Automatik trifft, steht nicht im Programmtext, sondern in der Kontenzuordnung der Einstellungen – die Kontonummer ist dort nur der Rückfallwert. Die Kontenübersicht zeigt alle Konten mit Saldo, Gliederung und Zuordnung zur Bilanz nach OR 959a.

Wir richten Ihren Mandanten ein – Firma, Nummernkreise, Kontenplan – und führen Sie persönlich durch die Suite.