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Buchhaltung & Abschluss

Bilanz

In der Suite heisst die Seite «Bilanz & Erfolgsrechnung»: Aktiven und Passiven je Konto, gerechnet über das gewählte Geschäftsjahr aus den Buchungen des Hauptbuchs – mit dem Nachweis, dass beide Seiten aufgehen.

  • Je Geschäftsjahr – gewählt in der Kopfzeile, eine Wahl für alle Auswertungen
  • Differenz als Kennzahl – rot, sobald sie nicht null ist
  • Gegenprobe – zwei unabhängige Rechnungen derselben Gleichung
Tafel BU-8Bilanz & Erfolgsrechnung. Drei Spalten — Konto, Bezeichnung, Betrag — mit Gruppen- und Summenzeilen je Abschnitt. Die Differenz steht doppelt breit in der Zahlenleiste; null heisst: Aktiven und Passiven gehen auf. Der laufende Gewinn steht ohne Kontonummer als eigene Zeile in den Passiven und als Summe der Erfolgsrechnung.

01Was es tut

Eine Auswertung, keine Erfassung.

In der Bilanz wird nichts eingetippt. Die Suite liest die Salden der Bestandskonten aus dem Hauptbuch – für das Geschäftsjahr, das in der Kopfzeile gewählt ist.

Über den Tabellen steht die Zahlenleiste: die Differenz doppelt breit – sie ist die Zahl, an der ein Abschluss steht oder fällt –, daneben die Aktiven und der Gewinn oder Verlust. Bei Differenz 0.00 steht darunter «Aktiven und Passiven gehen auf»; sonst meldet die Seite «Die Bilanzgleichung geht nicht auf – das darf nicht vorkommen». Das laufende Ergebnis – Ertrag minus Aufwand des Jahres – steht als Zeile «Gewinn (laufend)» oder «Verlust (laufend)» in den Passiven, ohne Kontonummer: es ist kein Konto, sondern die Brücke zur Erfolgsrechnung.

  • Geschäftsjahrin der Kopfzeile der Suite gewählt; dieselbe Wahl gilt für jede Auswertung
  • Aktivenjedes bebuchte Aktivkonto mit Saldo, darunter die Summenzeile «Aktiven»
  • Passivenjedes bebuchte Passivkonto plus Ergebniszeile; Summe «Passiven und Gewinn» bzw. «und Verlust»
  • SpaltenKonto, Bezeichnung, Betrag – rechtsbündig, mit Tabellenziffern
  • GegenprobeSumme der angezeigten Zeilen gegen die Differenz aus der Datenbank
  • Testbestandeine Zeile sagt, ob die Summen zu einem Test-Mandanten gehören

02Datenweg

Wo die Bilanz in der Kette steht.

Von der Eröffnungsbuchung über das Journal zur Auswertung – und prüffähig zur Treuhand.

03Zusammenhang

Woher jede Zahl kommt, was daraus entsteht.

Jede Zeile ist der Saldo eines Kontos, und jedes Konto wurde von einem Beleg oder einer Zahlung bebucht.

Kommt von

  • Hauptbuch & BuchungenJede Bilanzzahl ist der Saldo eines Bestandskontos – gerechnet aus den Buchungszeilen des gewählten Geschäftsjahres.
  • KontenübersichtDie Kontoart – aktiv, passiv, Ertrag, Aufwand – entscheidet, auf welcher Seite ein Konto steht und in welche Richtung sein Saldo gerechnet wird.
  • EröffnungsbilanzDie Eröffnungsbuchung trägt nur Bilanzkonten – Aktiven im Soll, Passiven im Haben – und wird erst verbucht, wenn beide Seiten aufgehen.
  • ErfolgsrechnungErtrag minus Aufwand des Jahres wird zur Zeile «Gewinn (laufend)» in den Passiven.
  • AbgrenzungenTransitorische Aktiven (1300) und Passiven (2300) stehen als Bestandskonten in der Bilanz – gestellt am Ende des Geschäftsjahres, aufgelöst am Tag danach im Folgejahr.
  • Bank / CAMTVerbuchte Zahlungen aus dem Bankauszug bilden den Banksaldo und mindern die Forderungen; Bankzeilen, die direkt aufs Konto gebucht sind, bewegen Bank und Gegenkonto.
  • RechnungenFreigegebene Rechnungen bebuchen die Forderungen und die geschuldete MWST – der Buchungssatz entsteht bei der Freigabe selbst.

Geht nach

  • KontoblattHier lässt sich jede Zahl dieser Bilanz aufmachen: dasselbe Konto, dasselbe Jahr, jede Bewegung einzeln. Der Schlusssaldo des Blattes entspricht auf den Rappen der Saldenliste, aus der diese Bilanz rechnet. Zwei Prüfungen halten das: vor jeder Ausgabe rechnet die Datenbank den Schluss im Blatt selbst auf einem anderen Weg nach und bricht ab, statt ein falsches Blatt zu zeigen – und daneben stellt eine eigene Probe jedes Konto des Mandanten gegen die Saldenliste; leeres Ergebnis heisst, alle Blätter stimmen.
  • Treuhänder-ExportJournal, Saldenliste, Kontenplan und Abschluss als Dateien je Geschäftsjahr; die Rolle «lesend» liest, ohne zu ändern.
  • Eröffnungsbilanz · GeschäftsjahreJahre schliessen dort – nur der Inhaber, in Reihenfolge. Den Saldovortrag ins Folgejahr bucht die Datenbank selbst.
  • Budget & LiquiditätDie Ist-Spalte liest dieselbe Saldoliste wie die Bilanz – dort allerdings nur die Ertrags- und Aufwandkonten.

Greift automatisch

  • Differenz als KennzahlAktiven minus Passiven minus Ergebnis, gerechnet in der Datenbank – rot, sobald sie nicht 0.00 ist, mit Meldung über den Tabellen.
  • GegenprobeDie Seite summiert die angezeigten Zeilen selbst und hält sie gegen die gemeldete Differenz. Widersprechen sich beide, sagt sie es – und rät, keiner der Zahlen zu glauben, bis es geklärt ist.
  • Nur bebuchte KontenEin Konto erscheint, sobald es im Jahr eine Buchung trägt – auch mit Saldo 0.00. Unbebuchte Konten bleiben weg.
  • Kein Abschluss-Filter nötigDer Jahresabschluss bucht nichts ins alte Jahr – er setzt den Status; der Saldovortrag steht als Eröffnungsbuchung im Folgejahr. Es gibt keine Abschlussbuchungen, die auszunehmen wären.
  • PeriodensperreBuchungen in ein abgeschlossenes Geschäftsjahr weist die Datenbank ab; ein Storno tauscht die Seiten und bucht per heutigem Datum.

04So ist es gebaut

Vier Regeln, die diese Auswertung durchsetzt.

Wer eine Bilanz «schön rechnen» will, findet keinen Knopf – nur den Weg über eine Buchung.

Gegliedert nach Kontoart, nicht nach Saldo

Ein Aktivkonto mit negativem Saldo bleibt auf der Aktivseite und zeigt sein Minus. Gehört ein Bestand dauerhaft auf die Gegenseite, braucht es ein eigenes Konto und eine Umbuchung.

Eine stille Umgliederung ergäbe eine schönere Bilanz und ein falsches Bild – die Suite kennt sie nicht.

Jedes Jahr zählt nur sich selbst

Gerechnet wird über die Buchungszeilen des gewählten Geschäftsjahres. Was aus früheren Jahren bleibt, bringt der Saldovortrag als Eröffnungsbuchung mit – einmal, nicht nochmals.

Sonst stünde nach einem Abschluss jeder Bestand doppelt in der Bilanz – auf beiden Seiten gleich, und «Aktiven = Passiven» bliebe trotzdem grün.

Ausgeglichen ist kein Beweis

Die Differenz kommt aus der Datenbank; die Summen der Tabellen rechnet die Seite selbst. Sagen beide dasselbe, ist es gut – sagen sie Verschiedenes, ist der Widerspruch der Befund, nicht eine der beiden Zahlen.

Symmetrische Fehler bestehen jede Nullkontrolle.

Nur, was bebucht ist

Von den Konten des Kontenplans erscheinen nur die mit Bewegung im Jahr; ein bebuchtes Konto mit Saldo 0.00 bleibt sichtbar. Die Ergebniszeile steht immer – sie ist kein Konto, sondern die Rechnung Ertrag minus Aufwand.

Eine Liste voller Nullzeilen sähe vollständig aus und sagte nichts.

05Fragen

Was beim ersten Blick auf den Abschluss auffällt.

Warum gibt es keinen Stichtag und keine Vorjahresspalte?

Die Bilanz rechnet je Geschäftsjahr – die Wahl in der Kopfzeile gilt für alle Auswertungen zugleich. Das Vorjahr sehen Sie, indem Sie es dort wählen; einen frei wählbaren Stichtag gibt es bewusst nicht. Eine Periodenlogik statt mehreren heisst: Bilanz, Erfolgsrechnung und Budget können nicht auseinanderlaufen.

Woraus besteht eine einzelne Bilanzzahl?

Aus den Buchungen ihres Kontos – und die stehen im Kontoblatt: Eröffnungssaldo, jede Bewegung mit Soll, Haben und dem Saldo, wie er nach ihr steht, am Ende der Schlusssaldo. Er ist derselbe, der hier in der Zeile steht, denn beide lesen dieselbe Saldenliste. Geprüft wird das zweimal: vor jeder Ausgabe rechnet die Datenbank den Schluss im Blatt selbst auf einem anderen Weg nach und bricht bei Abweichung ab, statt ein falsches Blatt zu zeigen – und eine eigene Probe stellt jedes Konto des Mandanten gegen die Saldenliste, leer heisst grün. Ohne diese Ansicht wäre eine Zahl in der Bilanz eine Behauptung, die man nicht aufmachen kann.

Ist die Bilanz schon die Jahresrechnung?

Nein. Die Jahresrechnung besteht aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang (Art. 958 Abs. 2 OR). Die Suite zeigt die Bilanz je Konto in zwei Gruppen; die formelle Mindestgliederung nach Art. 959a OR und den Anhang nach Art. 959c OR verantworten Sie mit Ihrer Treuhand – der Treuhänder-Export liefert ihr dafür Journal, Saldenliste, Kontenplan und Abschluss.

Kontenplan und Eröffnungssalden richten wir persönlich mit Ihnen ein – die Bilanz rechnet sich selbst.