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Buchhaltung & Abschluss

Kontoblatt

Das Journal zeigt alle Konten chronologisch – die Sicht des Erfassenden. Das Kontoblatt zeigt ein Konto über ein Geschäftsjahr: Eröffnungssaldo, jede Bewegung mit Soll, Haben und dem Saldo, wie er nach ihr steht, und am Ende der Schlusssaldo. Das ist die Sicht der Treuhand – und ohne sie ist jede Zahl in der Bilanz eine Behauptung, die man nicht aufmachen kann.

  • Der Schlusssaldo ist derselbe wie in Bilanz & Erfolgsrechnung – die Datenbank rechnet es vor jeder Ausgabe nach
  • Die erste Zeile steht immer da, auch bei 0.00 – ein Blatt ohne Anfangszeile lässt offen, ob der Anfang null war
  • Nicht sortierbar – der laufende Saldo ist die Reihenfolge
Tafel BU-12Kontoblatt. Ein Konto über ein Geschäftsjahr: Eröffnungssaldo, jede Bewegung mit Soll, Haben und dem Saldo, wie er nach ihr steht. Bucht eine Freigabe gegen mehrere Konten, nennt die Spalte das grösste und schreibt «geteilt» daneben – still eines wegzulassen wäre eine erfundene Zahl.

01Was es tut

Ein Konto, ein Jahr, eine Spalte, die mitläuft.

Oben wählen Sie das Konto, das Jahr steht als Reiter über allen Räumen der Buchhaltung. Darunter drei Zahlen – Eröffnung, Bewegungen, Schlusssaldo – und die Tabelle, in der jede Zeile sagt, wie der Saldo nach ihr steht.

Das gewählte Konto steht in der Adresse. Ein Kontoblatt ist damit verlinkbar, und der Weg aus dem Kontenplan landet auf dem richtigen Konto statt auf einer leeren Auswahl. Gerechnet wird nichts in der Maske: die Zeilen kommen fertig aus der Datenbank, samt Eröffnung, laufendem Saldo und Schlusssaldo.

  • KontowahlAlle Konten des Mandanten nach Nummer · stillgelegte ausdrücklich mit dabei, gekennzeichnet mit «(stillgelegt)»
  • ZeitraumDas Geschäftsjahr, nicht ein freier Zeitraum · nur das Jahr hat einen Anfang, den eine Buchung trägt
  • Drei ZahlenEröffnung, Bewegungen und Schlusssaldo · alle drei stehen auch in der Tabelle, keine davon wird zusätzlich gerechnet
  • SpaltenDatum, Buchungstext, Gegenkonto, Soll, Haben, Saldo · dazu das Kennzeichen und der Weg zum Beleg
  • GegenkontoDas grösste Gegenkonto der Buchung · bucht sie gegen mehrere, steht «geteilt (2)» daneben
  • Fusszeile«Summe des Jahres · Schlusssaldo» – unter Soll und Haben stehen Summen, unter Saldo steht die letzte Zeile
  • Auf dem TelefonGegenkonto und Zeilenaktion fallen weg · Datum, Text, Soll, Haben und Saldo bleiben

Die Tabelle lässt sich nicht sortieren, und das ist ein Entscheid, keine Lücke: nach Betrag sortiert wäre die Saldospalte eine Folge von Zahlen, die nichts mehr bedeutet. Die Ordnung ist fest – Buchungsdatum, dann Erfassungszeitpunkt, dann die Kennung der Buchung –, damit der laufende Saldo beim nächsten Aufruf derselbe ist.

02Datenweg

Von der Buchung zur Zeile – und zurück zum Beleg.

Das Kontoblatt schreibt nichts. Es liest Buchungen, Buchungszeilen, Konten und Geschäftsjahre – und führt von jeder Zeile zurück auf den Beleg, aus dem sie entstanden ist.

03Zusammenhang

Woher die Zeilen kommen, wogegen der Schluss geprüft wird.

Kein Saldo entsteht auf dieser Seite. Was hier entsteht, ist die Möglichkeit, eine Zahl der Bilanz aufzumachen.

Kommt von

  • Hauptbuch & BuchungenJede Zeile des Kontoblatts ist eine Buchung des Journals, aus Sicht eines Kontos gelesen. Eine Buchung, die dasselbe Konto zweimal berührt, bleibt eine Zeile – links Soll, rechts Haben, beide genannt.
  • EröffnungsbilanzDie erste Zeile ist die geltende Eröffnungsbuchung des Jahres. Wurde sie ersetzt, bleiben die alte und ihr Storno als Bewegungen sichtbar – sie heben sich auf, die Summe stimmt.
  • Konten & KontierungDer Kontenplan liefert die Auswahl. Aus der Zeile eines Kontos führt dort der Weg direkt hierher, auf dasselbe Konto.

Geht nach

  • Bilanz & ErfolgsrechnungDerselbe Schlusssaldo, dieselbe Jahresrechnung. Wer dort auf eine Zahl zeigt, macht sie hier auf.
  • RechnungenJede Zeile mit Belegbezug trägt den Weg zur Belegakte – ein zweiter Weg dorthin, kein einziger.
  • Treuhänder-ExportWas hier am Bildschirm nachvollziehbar ist, liefert der Export prüffähig als Datei: Journal, Saldenliste, Kontenplan, Abschluss.

Greift automatisch

  • Gegenprobe vor jeder AusgabeDie Datenbank rechnet den Schlusssaldo zweimal auf zwei Wegen: einmal als Eröffnung plus Bewegungen, einmal flach über alle Buchungszeilen des Kontos im Jahr. Weichen sie ab, bricht der Aufruf ab.
  • Eröffnung wird nie doppelt gezähltDie Eröffnungsbuchung liegt im selben Jahr wie die Bewegungen. Sie steht als Kopfzeile – und nicht noch einmal darunter.
  • Erfolgskonten beginnen bei nullEine Eröffnungsbilanz trägt nur Bilanzkonten. Bei einem Ertrags- oder Aufwandkonto steht die Anfangszeile darum auf 0.00 – sie fehlt trotzdem nie.
  • Stornos bleiben stehen, beideDie aufgehobene Buchung trägt «storniert», ihr Storno trägt «Storno». Sie heben sich im Saldo auf, und keine von beiden verschwindet.

04So ist es gebaut

Vier Regeln, die diese Seite durchsetzt.

Ein Kontoblatt ist die Stelle, an der eine Bilanzzahl aufgemacht wird. Darum sind hier die Grenzen enger als bei einer Liste.

Das Geschäftsjahr, nicht ein freier Zeitraum

Wer ein Quartal sehen will, sieht es hier nicht. Das ist die benannte Grenze. Der Grund: nur das Jahr hat einen Anfang, den eine Buchung trägt und die Bilanz bestätigt – und nur so lässt sich der Schlusssaldo gegen dieselbe Jahresrechnung prüfen.

Das Quartal führt die MWST-Abrechnung. Ein Kontoblatt ohne prüfbaren Schlusssaldo wäre der schlechtere Tausch.

Die Tabelle ist nicht sortierbar

Der laufende Saldo ist die Reihenfolge. Nach Betrag sortiert wäre die Saldospalte eine Folge von Zahlen ohne Aussage. Die Ordnung steht fest: Buchungsdatum, Erfassungszeitpunkt, Kennung – alles unveränderlich, weil das Journal nicht radiert.

Eine Zahl, die sich beim Neuladen ändert, zerstört das Vertrauen in eine Buchhaltung schneller als jede Lücke.

Kein Gegenkonto wird verschwiegen

Eine Rechnungsfreigabe bucht Debitoren an Ertrag und an Mehrwertsteuer. Aus Sicht der Debitoren gibt es dann zwei Gegenkonten. Genannt wird das grösste, daneben steht «geteilt» mit der Anzahl.

Still eines wegzulassen wäre eine erfundene Zahl – der Leser sieht so sofort, ob er die ganze Buchung vor sich hat.

Ein Fehlschlag ist kein leeres Blatt

Lässt sich das Kontoblatt nicht laden, steht der Grund da – die Liste bleibt leer und wird nicht als «keine Buchungen» ausgegeben. «Keine Buchungen» ist eine Aussage, und eine falsche wäre hier die schlimmste.

Dasselbe gilt für die Gegenprobe: reisst sie, bricht der Aufruf ab. Ein lautes Nichts ist besser als eine leise falsche Zahl.

05Fragen

Was beim Kontoblatt zuerst gefragt wird.

Kann ich ein Quartal oder einen frei gewählten Zeitraum sehen?

Nein. Das Kontoblatt gilt je Geschäftsjahr. Ein freier Zeitraum hätte einen Anfangsbestand, den keine Buchung trägt und keine Bilanz bestätigt – und damit einen Schlusssaldo, gegen den niemand prüfen kann. Quartalszahlen führt die MWST-Abrechnung.

Warum steht bei manchen Zeilen «geteilt» neben dem Gegenkonto?

Weil die Buchung gegen mehr als ein Konto läuft – eine Rechnungsfreigabe zum Beispiel gegen Ertrag und gegen Mehrwertsteuer. Genannt wird das grösste Gegenkonto, die Zahl in Klammern sagt, wie viele es insgesamt sind. Die ganze Buchung sehen Sie über den Weg zum Beleg.

Warum steht eine stornierte Buchung überhaupt noch da?

Weil das Journal nicht radiert. Die aufgehobene Buchung trägt «storniert», ihr Storno trägt «Storno»; im Saldo heben sie sich auf. Eine Zeile ohne Wirkung ohne Erklärung wäre ein Rätsel – darum tragen beide ihr Wort.

Was ist, wenn der Schlusssaldo nicht zur Bilanz passt?

Dann sehen Sie kein Blatt, sondern eine Meldung. Die Datenbank rechnet den Schlusssaldo vor jeder Ausgabe auf einem zweiten Weg nach und bricht bei Abweichung ab. Zusätzlich gibt es eine Probe über alle Konten des Mandanten auf einmal: leer heisst grün.

Finde ich auch ein stillgelegtes Konto?

Ja. Die Kontowahl bietet stillgelegte Konten ausdrücklich mit an, gekennzeichnet mit «(stillgelegt)» – anders als jede Auswahl, aus der eine neue Zuordnung entsteht. Hier entsteht keine, hier wird gelesen: sonst verschwände die Geschichte eines Kontos in dem Augenblick, in dem jemand es stilllegt.

Wir richten Kontenplan und Geschäftsjahre in der persönlichen Einführung ein – danach lässt sich jede Zahl der Bilanz aufmachen.