Veoom

Verkauf & Faktura

Plattform-Verkäufe

Verkäufe aus angebundenen Plattformen mit Abgleich zur Buchhaltung: Bestellung, Gebühr und Auszahlung werden zur Buchung – oder bleiben sichtbar stehen, bis der Grund behoben ist.

  • Webhook legt an und verbucht im selben Vorgang
  • Gebühr auf eigenem Konto, nie gegengerechnet
  • Auszahlung als Stichtag bei vereinnahmter Abrechnung
  • Wächter stündlich: keine Buchung nach zwei Stunden
Tafel IPlattform-Verkäufe. Umsatz, Gebühren und nicht verbuchte Bestellungen als Kennzahlen, darunter jede Bestellung mit Betrag und Buchungsstand. Das verknüpfte Paar zeigt, dass der Ertrag nur einmal entsteht – auf dem Kundenbeleg.

01Was es tut

Jede Bestellung mit Betrag, Gebühr und Buchungsstand.

Die angebundene Plattform (Polar) meldet den bezahlten Verkauf über einen signierten Webhook. Veoom legt die Bestellung an und verbucht sie im selben Vorgang: Forderung gegen Plattform-Ertrag, Gebühr auf ihr eigenes Aufwandkonto.

Der Abgleich steht in drei Töpfen: Bestellungen ohne Kundenbeleg, Kundenbelege ohne Bestellung, verknüpfte Paare. Eine zweite Tabelle führt die Direktverkäufe nach Quelle.

Was eine Bestellung führt

  • BestellungPlattform, Bestellnummer, Bestelldatum
  • Produkt und KundeProduktname der Plattform, E-Mail der Bestellung
  • Betragin der Währung der Bestellung
  • Umrechnungskursmit Kursdatum, Schweizer Franken = 1
  • Plattformgebühreigenes Aufwandkonto, nicht gegengerechnet
  • AuszahlungsdatumStichtag bei vereinnahmter Abrechnung
  • Statussieben Zustände; wo es einen Grund gibt, steht er darunter
  • VerknüpfungBuchung, Gebührenbuchung, Kundenbeleg

Drei Handgriffe

  • Nachbuchen

    Eine Bestellung, deren Verbuchung fehlschlug oder auf Kurs oder Konten wartete, wird hier nachgebucht.

    Heilungsweg

  • Auszahlung erfassen

    Bestellungen ankreuzen, Auszahlungsdatum in einem Zug setzen oder zurücksetzen. Ohne Datum bleibt der Umsatz undeklariert.

    Art. 40 Abs. 2 MWSTG

  • Kurs setzen

    Eine Fremdwährungs-Bestellung ohne hinterlegten Kurs bekommt ihn hier von Hand – Verbuchung und Abrechnung lesen danach dieselbe Zahl.

    eine Quelle

02Datenweg

Wo dieses Modul steht.

  1. Plattform-Verkäufe
  2. Hauptbuch & Buchungen
  3. MWST-Abrechnung
  4. Erfolgsrechnung
  5. Treuhänder-Export

Der Anfang steht nicht in der Suite: Die Bestellung kommt über den Webhook; ab der Buchung geht sie den gewöhnlichen Weg.

03Zusammenhang

Woher die Zahl kommt, was sie auslöst.

Kommt von

  • Angebundene PlattformDer signierte Webhook liefert Bestellnummer, Betrag, Gebühr, Produkt und Kunden-Mail – und stösst die Verbuchung an.
  • EinstellungenAbrechnungsart und die Liste «Plattform-Produkte mit Kundenbeleg»: Passt der Produktname, bucht die Plattform nur die Gebühr.
  • RechnungenEin eigener Kundenbeleg zur Bestellung trägt den Ertrag – die Plattform nur die Gebühr.
  • KontenübersichtOhne Ertrag 3410 oder Forderung 1103 hält die Bestellung auf «Konten fehlen»; ohne Gebührenkonto 6942 bricht sie ab.

Geht nach

  • Hauptbuch & BuchungenForderung gegen Plattform-Ertrag, dazu die Gebühr als eigene Zeile – bei Auslandsleistung ohne MWST-Konto.
  • MWST-AbrechnungZiffer 200, abgezogen in Ziffer 221 «Leistungen im Ausland».
  • ErfolgsrechnungErtrag und Gebühr auf getrennten Konten – nicht gegeneinander gerechnet.
  • Treuhänder-ExportUmsatz und Storno laufen ins Journal und gehen prüffähig weiter.

Greift automatisch

  • Verbuchen bleibt am ServerwegVerbuchen und Rückabwickeln sind allein dem Dienst freigegeben; «Nachbuchen» ruft sie erst auf, wenn die Bestellung dem Angemeldeten gehört.
  • Rückerstattung als StornoEntgeltsminderung in der Periode des Stornos, nie rückwirkend; betrifft sie eine eingereichte Periode, erscheint ein Korrekturhinweis.
  • Der Kurs kommt zuerst aus den EinstellungenSchweizer Franken zählen mit 1, sonst greift der hinterlegte Fixkurs. Fehlt er, bleibt die Bestellung auf «Wartet auf Kurs».
  • Systemstatus & JobsDer stündliche Wächter meldet per E-Mail, was nach zwei Stunden weder Buchung noch Kundenbeleg hat.

04So ist es gebaut

Vier Regeln, die hier greifen.

Wer etwas anderes versucht, bekommt eine Meldung mit dem vorgesehenen Weg.

Ein Umsatz erzeugt einmal Ertrag

Ist eine Bestellung mit einem Kundenbeleg verknüpft, bucht nur der Beleg den Ertrag; die Plattform steuert die Gebühr bei. Ohne Beleg bucht die Bestellung selbst.

Sonst stünde derselbe Verkauf zweimal in den Büchern.

Verbucht heisst unlöschbar

Steht zur Bestellung eine Buchung im Journal, weist die Datenbank das Löschen ab und nennt den Weg: Rückabwicklung mit Stornobuchung.

Sonst bliebe die Buchung ohne Quelle zurück – dieselbe Regel wie bei der freigegebenen Rechnung.

Lieber laut scheitern als leise falsch buchen

Fehlt der Umrechnungskurs, bleibt die Bestellung sichtbar auf «Wartet auf Kurs». Fehlt das Gebührenkonto, bricht die Verbuchung mit Meldung ab.

Ein still angenommener Kurs wäre später in den Büchern nicht mehr zu erkennen.

Keine Sackgasse

Eine bekannte, aber unverbuchte Bestellung wird dreifach aufgefangen: der Webhook bucht sie bei erneuter Zustellung nach, diese Seite bietet «Nachbuchen» an, der Wächter meldet sie.

Ein Zustand, den niemand meldet und niemand auflösen kann, wird teuer.

05Fragen

Was hier zuerst gefragt wird.

Warum trägt ein Plattform-Verkauf keine Mehrwertsteuer?

Weil die Plattform als Merchant of Record im eigenen Namen auftritt: Es entstehen zwei gleichartige Leistungsverhältnisse (Art. 20 Abs. 1 und 3 MWSTG), der Ort Ihrer Leistung liegt am Empfängerort im Ausland (Art. 8 Abs. 1 MWSTG). Der Umsatz erscheint in Ziffer 200 und wird in Ziffer 221 abgezogen – nicht in Ziffer 220, deren Katalog nach Art. 23 MWSTG abschliessend ist. Der Vorsteuerabzug bleibt voll (Art. 28 ff. MWSTG).

Welcher Betrag und welcher Zeitpunkt zählen?

Bemessen wird der ausbezahlte Betrag, nicht der Bruttopreis des Endkunden (Art. 24 Abs. 1 MWSTG). Bei vereinnahmter Abrechnung ist die Auszahlung der Stichtag (Art. 40 Abs. 2 MWSTG) – darum wird das Datum hier erfasst. Die Gebühr kommt gar nicht in die Bemessung; so entsteht in der Umsatzabstimmung keine Differenz.

Eine Bestellung ist nicht verbucht – was jetzt?

Der Status nennt den Grund: fehlender Kurs, fehlende Konten oder ein fehlgeschlagener Lauf. Beheben Sie die Ursache und drücken Sie «Nachbuchen» – bis dahin fehlen Ertrag und Gebühr.

Webhook, Konten und Abrechnungsart richten wir in der Einführung ein – Sie verkaufen.